Wieder eine Traktor-Demo

Demo16.02.2019
Demo16.02.2019 - Foto: frimp

Als die Bauern das letzte Mal in ähnlich großer Zahl ihre Traktoren durch Freiburgs Innenstadt gelenkt haben, ging es gegen die Bebauung von Dietenbach. Damals hatten sie bekanntlich keinen Erfolg. Am gestrigen Dienstag protestierten sie erneut. Diesmal hatten sie andere Anliegen bzw. zusätzliche. Viele sorgen sich um die Auswirkungen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“. Aber an diesem bundesweiten Protesttag der Landwirtschaft ging es noch um mehr. Die Landwirte fühlen sich gegängelt und zu Unrecht kritisiert. Ihre Ertragssituation werde immer schwieriger und die Auflagen nähmen kontinuierlich zu. Gleiches gälte für die Kosten.

Sie plädierten u.a. gegen eine Verschärfung entsprechender Dünge- und Spritzverordnungen.

Immer mehr Kleinbauern würden die Landwirtschaft aufgeben. Auf ihre Notlage wollten sie mit der Demo hinweisen, um bei Politik und Verbrauchern für mehr Verständnis zu werben. Etwa 700 Landwirte sind aus der Region mit über 80 Traktoren gekommen. Die Kundgebung fand auf dem Münsterplatz statt. Parallel gab es im gesamten Bundesgebiet Demonstrationen.

Es liegt auf der Hand, das „Höfesterben“ wird weitergehen, wenn sich nichts ändert. Wenn sich die Rahmenbedingungen für die Kleinbäuerliche Landwirtschaft weiter verschlechtern, werden immer weniger regionale Erzeugnisse verfügbar sein. Unter Klimawandelaspekten wäre regionale Landwirtschaft vorteilhaft.

Natürlich muss man den Landwirten genügend Fläche in Hofnähe lassen und sie müssen genügend erwirtschaften können. Wie das mit Rücksicht auf die Natur und das Tierwohl optimal gelingen kann, darüber muss wohl noch mehr debattiert werden. Die Demo war auf alle Fälle ein geeigneter Anlass dazu.

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